Bayerische Meisterschaft Sommerbiathlon 2021
Top Schießwerte, top Wettkampf, Tagesbestzeit und immer wieder steht Dominik Mages ganz oben

Ergebnisse
Einzel LG Gesamt
Einzel LG Altersklassen
Mannschaftswertung LG

Vier Schießeinlagen, eine lange Laufdistanz und der Fokus auf jedem Schuss - soweit so gut, nur dass diesmal kein Massenstart das Meisterschaftswochenende beschloss, sondern das ungewohnte Einzelrennen. Die Schießeinlagen wechselten sich mit Liegend- und Stehendschießen ab und anstatt der Strafrunden für einen Fehler gab es 30 Sekunden Strafzeit oben drauf. Umso wichtiger war ein erfolgreiches Abschneiden am Schießstand bei gleichzeitig schnellen Runden.
Diese Virnsberger Angstdisziplin, vor allem am Schießstand, stellte sich erstmalig als Genuss heraus. Am Schießstand hatten vor allem Marina Strauß und Dominik Mages ihren Anteil daran, denn bei ihnen fanden jeweils 19 von 20 Schuss den Weg ins Ziel - Tagesbestwert. Auf der Strecke spulten Dominik Mages und Sebastian Ernst ihr Laufpensum gekonnt ab. Da freuen sich die Trainer, wenn es auf einmal in allen Disziplinen läuft.

Mages, immer wieder Mages

Die Konkurrenz hofft auf eine Schwäche am Schießstand und einen negativen Ausnahmetag auf der Laufstrecke. In beiden Kategorien tat Bayerns bester Sommerbiathlet Dominik Mages diesen Gefallen nicht, auch wenn er auf der Strecke heilungsbedingt noch nicht auf 100 Prozent läuft. Am Schießstand zeigte der gelernte Sportschütze, dass auch bei ihm 93 Prozenttrefferquote am Wochenende kein Zufall sind und gab nach dem ersten Fehlschuss 19 Treffer in Folge ab. Zum zweiten Mal setzte er auch die Tagesbestzeit und konnte sich verdient die zweite Goldmedaille um den Hals hängen lassen. Viel wichtiger als das Edelmetall war für den Virnsberger, dass die jüngere Herren 1 Klasse ebenso auf Distanz gehalten werden konnte und keiner unter die Zeit von 31:04.7 Minuten kam.

Ich kann auch noch mit den Herren 1 mithalten!

Dominik Mages, Bayerischer Meister Einzel

Hätte, wäre, könnte - dennoch zufrieden

Kurzzeitig machte sich Sebastian Ernst nach einer Lautsprecherdurchsage im Stadion Hoffnung auf die Silbermedaille. Die Ergebnisliste attestierte ihm aber "nur" Rang 4. Zwei Extraminuten aufgrund von vier Schießfehlern tun da gleich noch mehr weh, ein Fehlschuss weniger hätte die bronzene Medaille um den Hals bedeutet. Doch das ist schon Klagen auf hohem Niveau, denn ansonsten war Sebi mit seinem Wettkampf abermals zufrieden. 3:29.3 Minuten hinter dem Doppelmeister Hans Wurmer (Altbachschützenhausen) ist als Ältester im Feld eine Ansage an die Konkurrenz.

So gut geschossen wie noch nie

Ein Sprung in die Medaillenränge war für Marina Strauß im Vorfeld schon außerhalb des Realistischen, zu Laufstark sind die "Mädels" am Vortag aufgetreten. "Ich war die ganze Zeit über im Tunnel." gab Marina als Feedback und Grund für das gelungene Rennen. Insbesondere am Schießstand zauberte sie heute ein ungewohntes Schauspiel. Scheibe um Scheibe fiel. Mit nur einer einzigen Unterbrechung konnte sie eine weiße Serie vermelden und reihte sich, wie eingangs erwähnt, in das Trio der Schützen ein, die nur einen Fehlschuss schossen. Die 30 Sekunden Strafzeit ergaben eine Gesamtlaufzeit von 36:42.8 Sekunden und einen 5. Platz mit 4:01.6 Minuten Rückstand auf die Spitze. Aber das soll diese Leistung nicht schmälern und zauberte neben der Athletin selbst auch dem Papa und Trainer Robert Strauß ein großes Grinsen ins Gesicht.

Mixed Staffel landet auf Rang 5


Aufgrund der Corona-Vorschriften war es nicht möglich, am Freitag einen Staffelwettkampf auszurichten. Norbert Vogel führte dennoch eine Wertung durch, die auf drei gemeldeten Sportlern und ihren Ergebnissen im Sprintwettkampf basierte. Das Virnsberger Trio konnte in der Herrenwertung den Titel aus dem Jahr 2019 nicht verteidigen, schlug sich aber wacker und gratulierte an überlegene Hausener Jungs.

Im Vorfeld der Siegerehrung appelierten die Ruhpoldinger noch einmal an alle, die Masken aufzusetzen, sollte der Abstand zu gering werden. Nachdem es bei der Siegerehrung am Vortag (wenn auch unter freiem Himmel) zu sehr beengten Verhältnissen auf der Terasse der Chiemgau-Arena kam, sollte sich dieses Bild am Sonntag im Sinne aller nicht mehr wiederholen. Die Ansage fruchtete und die Abstände und Maskengebote wurden deutlich besser umgesetzt. Es zeigt sich jedoch, wie schnell Corona im Wettkampffieber vergessen werden kann und welche Verantwortung auf den Schultern der Verantwortlichen lastet.
Der SV Virnsberg möchte sich mit Nachdruck bei Norbert Vogel bedanken, der, zusammen mit seinem Team, unzählige Stunden investierte, um den Wettkampf durchführen zu können.

Webmaster      11.07.2021, 21:05 Uhr | Update: 12.07.2021, 09:07 Uhr
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