Gauversammlung 2020
Alarmstimmung: Der Schützengau erkennt Vereinsexistenzprobleme und fokussiert Jugend - Finanziell schlechtes 2019

Ungewöhnlich deutliche Worte bekamen die Vereinsvorstände und Funktionäre bei der Gauversammlung 2020 zu hören. Im Schützenhaus der HSG Windsbach, Ausrichter des Gauschießens 2020, stand die Versammlung ganz im Zeichen der Jugendarbeit. Bereits in seinen einleitenden Worten mahnte 1. Gauschützenmeister Matthias Albrecht die Wichtigkeit der Jugendarbeit an. Nur so sei sichergestellt, dass Vereine auch in der Zukunft noch existieren. Alarmierende Zahlen über den Jugendanteil in den Gauvereinen untermauerten dabei die Argumentation. Im Rahmen der Versammlung wurden mehrere Maßnahmen, Initiativen und Hilfestellungen vorgestellt und angesprochen. Es läge an den Vereinen, die Jugend zu fördern und hier auch Geld in die Hand zu nehmen. Schulungen würden an dieser Stelle ebenso unterstützen.
Diese Erkenntnis ist nicht neu - beim SV Virnsberg bereits unmittelbar nach dem Schützenhausbau 2001 mit Maßnahmen hinterlegt, umgesetzt und mit Erfolgen untermauert - kam bisher aber vor allem auf Gauseite deutlich zu kurz. Umso erfreulicher ist, dass jetzt Ross und Reiter auch in aller Deutlichkeit angesprochen wurden. In diesem Zusammenhang wurde auch seitens des Mittelfränkischen Schützenbundes (MSB) bezüglich des Schützentages in Fürth und in Hinblick auf das Gauschützenfest im Mai durch den Gau abermals von "Schützenumzügen" als größte und beste Außenwirkung gesprochen.
Der SV Virnsberg sieht diese Form des "Marketings" in Hinblick auf neue Nachwuchsmitglieder kritisch. Im Rahmen der Zukunftsdiskussion sollte in letzter Konsequenz folglich auch diese Form der Mitgliederwerbung einmal überdacht werden, denn "Der erste Eindruck zählt, wenn man neue Mitglieder werben möchte.", so Matthias Albrecht in seinen abschließenden Worten.

Protokoll der Gauversammlung
ZMI Client
Konzept Hilfsgruppe
Bericht 1. Gauschützenmeister
Sportbericht

Die SSG Ansbach soll zum Phönix werden


Friedrich Schröder (SV Petersaurach), Robert Gegner (HSG Windsbach) sowie Gerhard Hahn (SG Weihenzell) stellten das Stützpunktekonzept der "neuen" SSG Ansbach vor. Im Fokus stehe das Wissen an junge Nachwuchsschützen weiter zu geben, die Vereine zu vernetzen und vor allem durch sportliche Erfolge langfristig für Aufschwung in den Vereinen zu sorgen. Dabei ist nicht beabsichtigt dem Leistungsverein des Mittelfränkischen Schützenbundes (MSB) "RWS Franken" Konkurrenz zu machen, dies sei vermessen. Ebenso möchte man den Vereinen keine Schützen abwerben, aber talentierten Jungschützen den entscheidenden Schliff für mehr zu geben. "Am Ende kommen sie alle irgendwann in ihre Heimatvereine zurück, egal ob sie Bundesliga geschossen haben oder große Erfolge erzielt haben." Man müsse die Begeisterung, das durch solche sportlichen Ausnahmen erzeugt werde, positiv für den Verein nutzen.

Finanziell schlechtes 2019


Gut kam das eingeführte Berichtsheft an, welche alle Berichte zum Jahr 2019 enthielt und somit auch deutlich zur Verkürzung der Versammlungszeit beitrug.
Mit über achttausend Euro Verlust war das vergangene Jahr eher ein schwarzes Geschäftsjahr. Mehr als dreitausend Euro Miese verzeichnete allein das Gauschießen, eineinhalb Tausend gehen auf einen verlustbringenden Gauball zurück. Somit brach das Gesamtvermögen auf etwas mehr als 16.000 Euro ein. Die Gauverwaltung versprach Besserung im aktuellen Jahr. Die Kassenprüfung attestierte trotzdem eine ordnungsgemäß geführte Kasse. Die Versammlung erteilte einstimmig die Entlastung.

Agenda Gaujugendversammlung
Agenda Gauversammlung

Sportlerehrung, Abstimmung, Festabzeichen


Weitere Punkte der Sitzung, die nach gut dreieinhalb Stunden zu Ende ging, war die nachgeholte Sportlerehrung vom Wörnitzer Sommerbiathleten Fabian Scharf für seine zahlreichen Titel bei der Bayerischen und Deutschen Meisterschaft.
Die Versammlung stimmte dem Vorschlag zu, dass bei Gaumeisterschaften nur einmal Medaillen den Schützen zugeteilt werden, auch wenn sie mehrfach eine Medaillenfarbe erreichen würden. Zukünftig wird auch keine Vereinsmeisterschaft mehr für eine Teilnahme bei Gaumeisterschaften benötigt werden. Die Gausportleitung äußerte sich kritisch über das zahlreiche, unentschuldigte Fernbleiben von Gaumeisterschaften.
Die Gauvorstandschaft sprach sich für einen Antrag aus, der die Festabzeichen bei vom Gau veranstalteten Festzügen zukünftig abschaffen möchte.

Webmaster      01.01.2019, 18:42 Uhr | Update: 17.03.2020, 22:03 Uhr
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