Königsball 2016
Ein volles Schützenhaus tanzt und feiert bis spät in die Nacht

Petrus nahm wohl den Kalender zur Hand und dachte sich: "November? Klarer Fall, nass und kalt und Nebel und Nieselregen." Und die Virnsberger dachten sich: "Egal, Königsabholung is!". Und so konnte ein großer Zug pünktlich um 18 Uhr vom Dorf aus zum amtierenden Schützenkönig Olaf Pitterling marschieren. Unter den Klängen der Blaskapelle Virnsberg und mit Fackeln war das Wetter schnell Nebensache. Ein Dank gilt auch der Feuerwehr Virnsberg, die die Absicherung des Zuges übernahm.

Ergebnisse Königsschießen 2016
Sponsoren des Königsschießen 2016
Alle Könige

"Virnsberg ist eine super Gemeinde!"


Im "Tal der Könige", der Käppele-Siedlung mit einer besonders hohen Quote an Schützenkönigen, wartete bereits Olaf auf seine Abholung. Für Vorstand Michael Strauß war die Regentschaft von Olaf von Anfang an besonders. In seiner Ansprache erinnerte Strauß an gleich mehrere Besonderheiten. Zum Einen war Olaf spätestens nach seinem Erfolg in Virnsberg als neuer Mitbürger jedermann ein Begriff. Zum Anderen kam hinzu, dass er sich die Königswürde mit einem Rekordschuss von 16 Teilern sicherte, aber selbst am Tag des Königsball noch an seinem Erfolg zweifelte. So musste er erst über Umwege per Handy gebeten werden, sich ins Schützenhaus auf zu machen, da an diesem Abend eventuell noch etwas Großes auf ihn warten könnte.

Auch der Schützenkönig selbst zeigte sich in seiner Rede mehr als begeistert von der zurückliegenden Amtszeit. Es sei der Wahnsinn gewesen, wie freundlich seine Frau und er in Virnsberg aufgenommen wurden. "Virnsberg ist echt eine super Gemeinde!", so sein Resümee. Sein Dank galt aber auch der Feuerwehr und der Blaskapelle und seinem Helferteam, das für und mit ihm den Umtrunk vorbereitet hatte. Und auch hierfür hatte er einen prägnanten Satz parat, bevor er alle zum Essen und Trinken einlud: "Ich habe die besten Nachbarn."

Nach fast eineinhalb Stunden Aufenthalt am Königsanwesen, ging es die letzten hundert Meter zum Schützenhaus, wo die Virnsberger Blaskapelle noch ein Abschlussstücke zum Besten gab und sich den großen Dank des Schützenvereins abholen durfte. "Ohne die Blaskapelle wäre die Königsabholung einfach nix.", so Michael Strauß in Richtung der Musiker. Und dann wurde es im Schützenhaus kuschelig, nicht nur weil die Temperaturen dem Herbstwetter angepasst waren. Die Bestuhlung reichte nicht aus, so dass spontan noch Tische und Stühle in den Saal verbracht werden mussten.
Mit dem ersten Tanz des Abends eröffnete König Olaf mit seiner Frau den Königsball. Für die musikalische Stimmung sorgte die Band "Duo Talents". Schnell füllte sich die Tanzfläche zu den ersten Runden. Ein Dank sei an dieser Stelle auch an alle ausgesprochen, die im Hinter- oder Vordergrund zum Gelingen des Abends beigetragen haben, egal ob Dekoration, Ausschank, Auf- und Abbau oder Organisation

49 Schützen und alle sind Gewinner


Bei der anstehenden Siegerehrung bedankten sich Sabine Naus und Michael Strauß bei 49 Teilnehmern des Schießens, was ein gutes Ergebnis ist. Auch sei explizit den Sponsoren der Festscheibe gedankt, ohne die es diese Scheibe nicht geben würde.

Der erste namentlich verkündete Preisträger des Abends war auf der Ehrenschützenmeisterscheibe Karina Freund mit einem 48 Teiler. Sie setzte sich vor Mirjam Guggenberger (64 Teiler) und Peter Reeg (68 Teiler) durch. Eine weitere Scheibe wurde an Peter Reeg überreicht, der mit einem 23 Teiler den besten Schuss auf die Wertung der Deutschordensscheibe abgab. Auf Rang 2 kam Horst Seufert mit einem 56 Teiler, Dritter wurde Jimmy Guagliardo mit 69 Teilern.

Den Jugendpokal hielt Timo Bradley nach einem 237 Teiler in den Händen. Er kam vor Ingo Warkus (242 Teiler) und Nico Ehrmann (503 Teiler) zum Zuge. In der Meisterwertung der Jugendklasse hatte Ingo Warkus mit 86 Ringen das beste Resultat. Er verwies das Geschwisterpaar Nico und Maja Ehrmann mit jeweils 72 Ringen auf Rang 2 und 3.
Die Hobbymeisterwertung gewann Harry Dämpfling mit 80 Ringen. Zweite wurde hierbei Cornelia Seufert mit 79 Ringen, ringleich mit Sebastian Ernst, der aber die höhere Startnummer inne hatte.
Gut geschossen wurde auf die Damenmeisterserie. Rang 3 und 4 gingen Ring gleich mit 94 Ringen aus. Stephanie Beck-Hempfling setzte sich hier vor ihre Schwester Sabrina, ebenso aufgrund der Startnummer. Zweite wurde mit 95 Ringen Karina Freund, die ebenfalls aufgrund der Startnummer von Mirjam Guggenberger mit dem selben Ergebnis auf den zweiten Platz verwiesen wurde.
Erstmals wurde eine Meisterwertung in der Disziplin LG aufgelegt ausgeschossen. Dritter wurde hier Robert Krämer mit 98,0 Ringen. 102,8 Ringe erzielte Ernst Leopold auf Rang 2. Der Gewinner der Disziplin hieß Reinhold Schmidt mit 103,2 Ringen.
Der Meister der Altersklasse hieß Michael Strauß mit 97 Ringen. Platz 2 holte sich Thomas Hertlein mit 94 Ringen, Rang 3 ging an Horst Seufert mit 92 Ringen.
Die Meisterwürde mit der Luftpistole holte sich Ernst Leopold mit 40 Ringen. Zweiter wurde ebenfalls mit 40 Ringen Harry Dämpfling. Der Dritte in der Runde war Christoph Strauß mit 39 Ringen.
Die Herren hatten in der Meisterserie auf Platz 1 und 2 zweimal 98 Ringe stehen. Peter Reeg kam hier auf den 1. Platz, ihm folgte Mannschaftskollege Christoph Strauß auf Rang 2. Dritter wurde Stefan Guggenberger mit 94 Ringen.

Die Glücksscheibe gewann Jimmy Guagliardo mit einem 20 Teiler. Karina Freund kam mit 34 Teilern auf Platz 2. Peter Reeg schoss mit 38 Teilern das drittbeste Resultat.
Der beste Schuss des Königsschießens fiel allerdings auf der Festscheibe. Hier sicherte sich Michael Strauß mit einem sagenhaften 9 Teiler den ersten Platz. Jürgen Gundermann kam mit 30 Teilern auf Rang 2, Peter Reeg war mit einem 50 Teiler auf den dritten Platz gekommen.

Mit Ehrenmitglied Georg Strauß als Glücksfee wurde auch noch die Verlosung der Eintrittskartengewinne vorgenommen. Georg Strauß ließ es sich auch mit fast 87 Jahren nicht nehmen, zusammen mit seiner Fau Betty an der Abholung und am Königsball teilzunehmen.
Die gezogenen Gewinner erhielten Wein und Gutscheine, ehe eine weitere Tanzrunde die Bekanntgabe des Königs noch einmal verzögerte.

"Die nächste Abholung ist oben an der Schdaach!"


Zwar gab Olaf Pitterling im letzten Jahr den besten Schuss ab, das Kunststück den Titel zu verteidigen gelang ihm aber nicht, weswegen er die Königskette von Sabine Naus abgenommen bekam. Augenblicklich wurde es still im Saal bei der Bekanntgabe der besten Schüsse.
Mit einem 251 Teiler bekam Horst Seufert die Nadel des 2. Ritters. Wenig später hieß der nächste Ritter oder besser gesagt Ritterin, wieder Seufert. Diesmal aber Cornelia Seufert, die sich mit 190 Teilern den 1. Ritter sicherte.
Und nun begann das beliebte Spiel von Michael Strauß, die Spannung noch etwas in die Höhe zu treiben. Der neue König habe schon das ein oder andere gute Ergebnis geschossen. Wenn man zu ihm fahren möchte, dann müsse man das "Tal der Könige" links liegen lassen und die "Schdaach" hinauf fahren in Richtung Herrieden. Aber kurz bevor man Virnsberg verlasse müsste man oben die zweite Einfahrt nehmen, denn da wohne der neue Schützenkönig 2017, der bislang noch nie Schützenkönig war. Mit 138 Teilern wurde Christoph Strauß die Königswürde zu teil. Ihm wurde die Königskette und der besondere Königskrug überreicht. Das Highlight eines jeden Königsdaseins ist die handgedrechselte Königsscheibe, die auch dieses Jahr wieder handgemalt von Thomas Hertlein angefertigt wurde.

Den Königstanz absolvierte Christoph im Anschluss im Kreise der Virnsberger Schützen, die auch zahlreich gratulierten. Auf die Besucher des Königsball wartete noch eine lange Tanznacht. Selbst zur späten Stunde war die Tanzfläche noch voll, so dass der Musik einige Zugaben abverlangt wurden.

Einen Aufräumrekord legte das Team am nächsten Tag in. Innerhalb von nur eineinhalb Stunden waren alle Spuren beseitigt.

Webmaster      06.11.2016, 23:52 Uhr | Update: 13.03.2020, 08:03 Uhr      Archiviert am 01.01.2017
Kommentare

Oswin
07.11.16, 08:03 Uhr
Hallo Christoph, jetzt weiß ich warum es so lange gedauert hat bis der Bericht im Internet stand. Herzlichen Glückwunsch zur neuen Königswürde. Ich hätte Dir liebend gerne persönlich die Hand geschüttelt (und gleich danach nach dem obligatorischen Getränk gefragt) aber es ging nicht. So senden wir die herzlichen Glückwünsche aus Karlsruhe auf diese Art. Viele Grüße Oswin



Zusatzinformationen
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