Erster Tag der Deutschen Meisterschaften der Sommerbiathleten im Harz. Umrahmt vom schwer durch den Klimawandel gezeichneten Wald, eröffnete der Staffel-Wettbewerb im Stadion "Am Sonnenberg". Der Wettbewerb für die Virnsberger Staffel begann allerdings bereits am Vorabend mit einer erfolgreichen kurzfristigen Verstärkung durch Dominik "Magic" Mages, der trotz einer multiplen Verletzung das Risiko eines Starts einging. Kurzfristig stand sogar die Anreise des "fränkischen Transrapids" auf dem Spiel.
Am Freitag, dem Wettkampftag selbst, stand zunächst das freie Training auf dem Programm, ehe es am Nachmittag zum offiziellen Anschießen ging. Dieses verlief bei allen drei Athleten reibungslos und ohne größere Probleme.
Den Start übernahm Andreas "Andi" Uhl. Er begann kontrolliert, um das Tempo nicht zu überziehen. Beim ersten Liegendschießen überzeugte er mit fünf Treffern ohne Nachlader. Im Stehendanschlag blieben zwar zwei Scheiben stehen, doch mit allen drei Nachladern konnte er eine Strafrunde - zur Freude von Trainer Robert Strauß am Fernglas - vermeiden. Nach einer soliden Schlussrunde übergab er als Achter an Sebastian Ernst.
Ernst setzte sofort auf ein hohes Tempo. Beim Liegendschießen benötigte er nur einen Nachlader, um alle Ziele abzuräumen. Im Stehendanschlag machte sich der schnelle Rhythmus bemerkbar, zwei Scheiben blieben zunächst stehen. Mit zwei zügigen Nachladern brachte er aber auch dieses Schießen sauber zu Ende und übergab nach einer starken Schlussrunde bereits als Vierter an Dominik Mages. Auch dieser musste sich nun durch die kurze, aber tiefe Crossstecke kämpfen, die sich (insbesondere bei Regen) von jetzt auf gleich in einen Wiesenlauf verwandeln kann.
Mages ging den Wettkampf vorsichtiger an, da ihn - wie eingangs beschrieben - muskuläre Probleme im Oberschenkel begleiteten. Diese Taktik zahlte sich beim ersten Schießen aus: alle fünf Scheiben fielen ohne Nachlader. Da jubelten nicht nur Fan Moritz Uhl und Trainer Robert Strauß still in der Schweigezone, sondern auch die Mannschaftskameraden wähnten eine Aufholjad im klassischen Mages-Stil. Im weiteren Verlauf machten sich die Schmerzen jedoch stärker bemerkbar, sodass er sein Tempo drosseln musste. Beim letzten Schießen blieb er dennoch nervenstark und räumte als gelernter Sportschütze erneut alle Scheiben ab.
Auf der Schlussrunde konnte Mages die Beschwerden nicht mehr ganz verbergen, kämpfte sich aber mit großem Einsatz ins Ziel. Und das Erfreuliche: Am Ende reichte es für das Virnsberger Trio verdient zum dritten Platz. Aufgrund eines Meldefehlers taucht die Virnsberger Staffel zwischen all den Verbandsteams sogar als eigene Vereinsstaffel auf, was dem SVV-Patriotismus ungeniert sehr zu Gute kommt.
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