Aus der Deutschen Meisterschaft wurde am letzten Tag im Harz eine sprichwörtliche Herbstmeisterschaft. Nebelschwaden, Wind und teils doch kräftigerer Regen umrahmten den abschließenden Sprint-Wettkampf. Grund für strahlende Gesichter gab es auf Virnsberger Seite mit der Silber-Medaille von Dominik Mages, der seinen Medaillensatz vervollständigte.
Mit einem 7. Platz verabschiedete sich Moritz Uhl von seiner diesjährigen Deutschen. Auf der drei Kilometer langen, oder besser gesagt kurzen Runde, war das Laufen wie immer das geringere Problem. Beim Liegendschießen war noch alles im grünen Bereich, als Trainer Robert Strauß einen Fehlschuss aus dem Trainerbereich heraus vermeldete. Vier Fehlschüsse im Stehendschießen konnte der junge Virnsberger aber nicht mehr kompensieren und muss die erhoffte Medaille ins Folgejahr verschieben.
Wenn es am Schießstand nicht läuft, läuft er eben noch schneller
Dass man mit fünf Strafrunden, so viele wie nur sechs weitere Sportler im Feld (fünf davon ganz hinten zu finden), doch noch auf dem Siegerpodest steht, ist schon eher die Ausnahme. Meisterlich war das Schießergebnis von Dominik Mages sicherlich nicht, die Laufleistung imponiert da schon umso mehr. Der Sieger mit drei Strafrunden weniger, das entspricht rund 210 Metern, hatte im Ziel nur 11.5 Skeunden Vorsprung auf den dreifachen Medaillengewinner.
Knapp am Siegerpodest vorbei brachte Sebastian Ernst seinen Sprint ins Ziel. Von Enttäuschung ist jedoch nichts zu spüren. Die Gesundheit ließ ein normales Rennen nicht zu, die Luft blieb ab der zweiten Runde aus. Die zweite Luft hätte das Liegendschießen mit null Fehlern verliehen, wobei einmal "Kreiseln" nach dem Stehendschießen auch noch top war. Auf dren dritten Platz fehlten knappe 16 Sekunden, die für "Sebi" bei normaler Gesundung an diesem Tag locker reingeholt hätte, aber das soll ebenso wenig die Leistung der Konkurrenz klein reden.
Mit der Schießleistung ging Andreas Uhl nicht ganz d'accord. Insbesondere am Schießen feilte Andi im Vorfeld der Meisterschaft. Eine 3D gedruckte Gewehrerhöhung sollte mehr Stabilität verleihen. Eine Nullrunde am Schießstand - was die Strafrunden anging - blieb dennoch aus. Jeweils zwei Mal wollten die Klappscheiben nicht fallen. Der 10. Platz ist trotzdem ganz im Soll.



















































