Königsball 2019
Viertbester Königsschuss kürt Thomas Naus zum ersten Mal zum Virnsberger Chef im Königshaus
Webmaster, 10.11.2019, 21:28 Uhr | Update: 10.11.2019, 22:58 Uhr

Von A bis Z war das Königsschießen und der dazugehörige Königsball ein voller Erfolg. Nicht nur, dass alle Beteiligten - die Sitzplätze reichten am Anfang nicht einmal für alle aus - wieder von einer "der schönsten Veranstaltungen des Jahres" überhaupt sprachen, sondern auch, dass sich gute Stimmung, sehr gute Ergebnisse und ein neuer Erstlings-Schützenkönig Thomas Naus in das erfolgreiche Event einreihten. Ein volles Schützenhaus, 59 Teilnehmer beim Königsschießen und ein massives Teilerfeuerwerk zeugen vom hohen Ehrgeiz der Virnsberger Schützen, wenn es um das vereinseigene Königshaus geht. Und am Ende konnte auch ein ehemaliger Schützenkönig über den Gauschützenfestzug hinweg schauen.

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Erstmals zu Gast bei Oskar


Um den bestehenden Schützenkönig Oskar Völler abzuholen, traf sich der Festzug diesmal nicht wie sonst am Jugendheim - der Weg in den Schloßgarten und den dortigen König wäre nur rund zweihundert Meter lang - sondern am Feuerwehrhaus. Damit auch die Klänge der Blaskapelle Virnsberg ausreichend zu Geltung kommen, entschied man sich bewusst für diesen Weg. Das übliche, feierliche Bild mit Fackelträgern, Schützen, Musikern, alles dankenswerter Weise abgesichert durch die Virnsberger Feuerwehr, schlängelte sich durch das Dorf, bis schließlich der bereits wartende König Oskar Völler erreicht wurde.

In seiner ersten Ansprache bei einer Königsabholung gratulierte 1. Vorstand Christoph Strauß Oskar Völler nochmals zu seinem Königsschuss im vergangenen Jahr, welcher ihm von so vielen Virnsbergern so sehr gegönnt wurde. Die Abholung in Virnsberg sei etwas, so Strauß, was man sich nicht kaufen könne und wirkt meist sehr intensiv und lange nach.
Ein ereignisreiches Jahr läge hinter dem scheidenden König, der schon seit langen Jahren im Verein aktiv dabei sei. So konnte Oskar Völler den Verein an zwei Umzügen nach außen repräsentieren, auch wenn man als König beim Gauschützenfestzug allen Grund gehabt hätte, "not amused" gewesen zu sein. Royale Eitelkeiten seien aber für Oskar ein Fremdwort, denn, wann immer es Dinge im Schützenhaus vor allem im Sanitärbereich zu richten gäbe, sei der Schützenkönig zur Stelle, was keine Selbstverständlichkeit sei. Und ganz nebenbei hat Oskar als der "Quetscher vom Dienst" sowieso immer eine große Fanschar im Schützehaus gewiss, egal ob nachts um 2 Uhr oder beim Kerwafrühschoppen - oder als Anheizer bis in die Puppen am Tag vor der Königsabholung selbst.

Oskar Völler bedankte sich nach dem gemeinschaftlichen Hochlebenlassen bei allen Gästen, die an diesem Abend zu ihm gekommen sind. Er ließ das Jahr noch einmal Revue passieren, auch in seiner Ansprache war noch einmal die Enttäuschung über den Gauschützenfestzug heraus zuhören. Das stelle man sich als König eindeutig anders vor. Ein großes Dankeschön erging auch an seine Helfer, die stundenlang leckere Happen und den Umtrunk für alle Gäste vorbereitet hatten. Anschließend lud er den Festzug zu eben diesem auch in die Garage ein. Für die musikalische Umrahmung gab es das obligatorische Standkonzert der Virnsberger Blaskapelle und das bei harten, sehr kalten äußeren Bedingungen. In die vollmondklare Nacht stieg dann auch noch ein eindrucksvolles Feuerwerk empor.
Nachdem die gut 100 Besucher gestärkt waren, rief die Trommel zum Aufbruch des Zuges in Richtung Schützenhaus. Mit Schützenkönig Oskar Völler und seiner Frau Anita in der Mitte marschierten die Schützen unter Marschklängen zum Virnsberger Schützenhaus.

Unter den Klängen von "Duo Talents" eröffnete Oskar Völler zusammen mit seiner Frau Anita den diesjährigen Tanzabend bei einem Walzer im Rund seiner Virnsberger Schützen, die sich der Tanzrunde gleich anschlossen, ehe die Eintrittskartenverlosung die Siegerehrung einläutete.

Keine Scheibe über 10 Teiler


Ein großes Dankeschön gelte nicht nur allen Helfern in unterschiedlichsten Funktionen, die zum Gelingen des Königsball beitragen würden, so Christoph Strauß in seiner Ansprache. Es seien vor allem die Gäste am Königsball und die hohe Zahl der Schützen, die sich am Königsschießen beteiligen, die für den richtigen Rahmen sorgen. Hierzu müsse man niemanden aktiv bewegen, das komme wie von selbst, was für den Schützenverein eine besondere, die wichtigste Form der Unterstützung sei. Ganz nebenbei kommen dann Werte heraus, die zusätzlich für Freude sorgen. 59 teilnehmende Schützen gab es seit dem Jahr 2007 nicht mehr. Und auch die Schießergebnisse seien fast schon beängstigend gut. Keine Scheibe werden an ein Ergebnis über 10 Teiler vergeben. Zusammen mit dem 2. Vorstand Sabine Naus führte Christoph Strauß dann die Siegerehrung durch und sorgte beim Verlesen aller Topergebnisse immer wieder für Raunen und Staunen.

Beim Jugendpokal sei vor allem die hohe Zahl an Nachwuchsschützen erfreulich. Acht Teilnehmer verzeichnete der Pokal noch nie, und am Ende konnte sich Timo Bradley über seinen insgesamt dritten Erfolg freuen. Er errang ihn mit einem 129 Teiler.

Auch auf den Meisterserien wurde wieder ordentlich hingehalten. Die Altersklasse-Wertung ging mit 93 Ringen an Michael Strauß. Bei der erstmals heraus geschossenen Wertung für die Schülerklasse aufgelegt verfehlte Joshua Petter mit 99.3 Ringen knapp die 100er Marke, erreichte aber mit deutlichem Abstand Rang 1. In der Aufgelegt-Klasse der Senioren tat sich Ernst Leopold mit dem Topresultat von 104.8 Ringen hervor. Siegerin bei den Damen wurde Stephanie Beck-Hempfling mit 94 Ringen. Die Hobbymeisterserie, also die Wertung für Schützen mit einer Wettkampfabstinenz von mindestens einem Jahr, holte sich Susanne Ortenreiter mit 90 Ringen vor dem 2019er Schützenkönig Oskar Völler mit 87 Ringen. Bei den Jugendlichen entschied ein Ring zwischen Ingo Warkus und Timo Bradley zu Gunsten des Jugendpokalgewinners (93 Ringe). Die heißumkämpfte Meisterwertung mit der Luftpistole zog ordentlich Schützen an. Abermals konnte sich der "LP-Chef" Harry Dämpfling mit 45 Zählern vor Oswin Pauly (44 Ringe) durchsetzen. Richtig dicht ging es bei den Herren zu. Rang 6 war noch mit 95 Ringen geführt, danach wurden gleich drei Schützen mit 96 Ringen gelistet. Mit 99 Ringen konnte sich Christoph Strauß aber absetzen.

Vor der Verleihung der Festscheibe bedankte sich das Vorstandsduo bei allen Spendern, Gönnern und Sponsoren für die mehr als attraktive Auswahl an gestifteten Festpreisen. Es sei an Allen, sich durch Einkäufe, Angebote oder Aufträge auch für die Unterstützung unter dem Jahr zu revanchieren. Lokal sei einfach besser und stehe manchmal auch einfach über einem möglichen Mehrpreis. Das angekündigte Teilerfeuerwerk nahm auf der Festscheibe erstmals Gestalt an. Die ersten 15 Plätze waren unter 100 Teiler. Glücklicher Sieger mit einem 7.07 Teiler wurde Ehrenschützenmeister Michael Strauß.

Den besten Schuss des gesamten Wettbewerbs bescherte die Deutschordensscheibe. Einen 5.3 Teiler platzierte Stephanie Beck-Hempfling auf dieser Wertung und kann sich nun über ein Namensschild auf dieser besonderen Scheibe freuen.
Kaum minderschlecht fiel das Ergebnis auf der Ehrenschützenmeisterscheibe aus. Ingo Warkus war mit einem Toppschuss von 6.4 Teilern absolut nicht zu schlagen. Auch er wird nun namentlich auf der Scheibe verewigt.
Der Einweihungspokal, der in Folge des Schießanlagenumbaus letztes Jahr zum ersten Mal gestiftet wurde, war ebenso hart umkämpft. Auch hier wurde der Teilerwert unter die 10er Marke gedrückt. Mit einem 7.8 Teiler konnte Christoph Strauß den Pokal mit der eingefassten Virnsberg-Oktoberfestmünze in Empfang nehmen.
Und gleich nochmal fiel der Name Christoph Strauß auf Platz 1. Die Glücksscheibe "litt" unter einer wahrhaftigen Teilerinflation. 19 Schützen schossen unter 100 Teiler, 11 Schützen gar unter 50 Teiler. 0.6 Teiler trennten Gewinner Christoph Strauß mit einem 9.4 Teiler von Timo Bradley (10.0 Teiler).

Der viertbeste Königsschuss drängt zum Umbau


Die letzte Tanzrunde vor der neuen Proklamation füllte wiederholt die Tanzfläche, ehe Oskar Völler zur Abgabe seiner Königskette nach vorne gebeten wurde. Er hätte seinen Titel nicht verteidigen können, so Strauß, ihm gebührt aber für das vergangene Jahr noch einmal nachdrücklich ein großes Dankeschön. Im neuen Jahr werde man optisch übrigens bereits mit der Festtracht den neuen König abholen, weswegen noch einmal auf die Trachtenanprobe verwiesen wurde. Noch einmal bezugnehmend auf den alten Schützenkönig Oskar Völler, präsentierte Christoph Strauß die neue Königsscheibe, wie immer mit den Künstlerhänden von Thomas Hertlein malerisch ausgearbeitet. Sie zeige den in ganz Virnsberg vor allem durch das Anführen des Kerwaumzuges bekannten "Holder" von Oskar, der auf der Scheibe ebenso seinen Platz fand wie der alte Speierlingsbaum. Die Zuschauer würdigten ein weiteres unbezahlbares Scheibenobjekt von Thomas Hertlein mit einem herzlichen Applaus. Ebenso gebühre Thomas ein Dank dafür, dass er die Versorgung mit dem Königskrug für ein paar weitere Jahre sicher gestellt habe. Diese Krüge seien alles andere als leicht zu besorgen.
Sechs Schützen hätten mit einem 10er diesmal auf die royalen Insignien spekuliert. 250 Teiler sei die Grenze für einen 10er. Vier Schützen hätten diese Marke nur ganz knapp unterschritten. Auf Rang 6 wurde Ingo Warkus mit einem 243.5 Teiler geführt. Eine Teilergleichheit ergab sich auf Platz 4. Sowohl Jürgen Seufert als auch Patrick Uterstädt gelang ein 241.1 Teiler.
Der Rang des 2. Ritters wurde Karina Freund mit einem 240.2 Teiler, also mit gerade einmal 0.9 Teilern Vorsprung - umgerechnet 900 hundertstel Millimeter verliehen. Karina erhielt die Anstecknadel aus den Händen von Sabine Naus.
Der Posten des 1. Ritters wird für das anstehende Jahr vom Schützenkönig aus dem Jahr 2004 Harry Dämpfling ausgeführt. Er war mit 171.2 Teilern der zweitbeste auf der "Roten".

Das neue royale Oberhaupt wird erstmals mit dem Titel bedacht. Er sei auch dafür verantwortlich, dass es im Jahr 2020 abermals das Jugendheim als Abmarschort zu diskutieren gilt. Als Musiker habe er bislang dafür mitgesorgt, dass die Königsabholung musikalisch richtig untermalt war, nächstes Jahr kommt der leidenschaftliche Landmaschinenmechaniker selbst in den Genuss, abgeholt zu werden, weswegen die Musiker ein Blech ersetzen müssen. Aber auch seine Umbauplanung muss jetzt forciert werden um für die Abholung gerüstet zu sein. Dafür habe der bislang viertbeste Schuss auf den König überhaupt gesorgt. Mit einem 36.0 Teiler kürten Christoph Strauß und Sabine Naus, letztendlich als Queenmam, Thomas Naus zum neuen Schützenkönig 2020. Stilecht mit der Königskette ausgestattet servierte Thomas den Königstanz.

Die lange Königsballnacht zog sich bei guter Stimmung mit zahlreichen Tanz- und Musikstücken noch lange hin. Ein Dank an alle, die diesen wunderschönen Abend ermöglicht haben und nach einer kurzen Verschnaufpause für das schnelle Aufräumen des Schützenhauses am Folgetag sorgten.

 
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