Jahreshauptversammlung 2019
Emotionaler Generationswechsel: Christoph Strauß und Stefan Guggenberger schließen Lücken in der Vereinsführungsebene
Webmaster, 27.11.2018, 23:40 Uhr | Update: 18.01.2019, 23:32 Uhr

Dem Schützenverein Virnsberg ist ein großer Schritt in die Zukunft gelungen. Bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 11. Januar wurde Christoph Strauß zum Nachfolger seines Vaters Michael auf den Posten des 1. Vorstands gewählt. Sabine Naus steht als 2. Vorstand ebenso wieder zur Verfügung wie auch Schriftführerin Petra Guggenberger. Die Nachfolge von Horst Seufert auf dem Kassierposten tritt Stefan Guggenberger an, der von der Versammlung sehr deutlich gewählt wurde. Der Generationswechsel ist nun auch im Bereich der Postenbesetzung vollzogen.
Emotionale Höhepunkte waren vor allem die "Abschiedsworte" der alten Vorstände.

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Große Mitgliederbeteiligung bekommt Rekordmitgliederwachstum präsentiert


So viele Mitglieder wie schon lange nicht mehr fanden sich zur Jahreshauptversammlung ein. Darunter konnte Versammlungsleiter und zu diesem Zeitpunkt noch 1. Vorstand Michael Strauß die Ehrenmitglieder Gerhard Seufert und Robert Krämer begrüßen. Er hieß die 3. Bürgermeisterin Nicole Guggenberger genauso Willkommen wie den amtierenden Schützenkönig Oskar Völler. Von den Virnsberger Vereinen wurden die Vertreter der Feuerwehr und des Obst- und Gartenbauvereins begrüßt.
Eingangs gedachte die Versammlung der verstorbenen Mitglieder, insbesondere Robert Holler, der im vergangenen Jahr verstorben war. Strauß erinnerte an sein Wirken und Roberts gesellige Art.

Im ersten Bericht der Versammlung ließ Schriftführerin Petra Guggenberger das Jahr 2018 noch einmal mit seinen 36 Veranstaltungen Revue passieren. Zahlreiche Einträge fanden sich im Protokollbuch wieder, welches aufgrund seines Detailgrads bald zu platzen droht.
Der Sportbericht, der von Sportleiter Christoph Strauß verlesen und mit einer Präsentation illustriert wurde, fiel ebenso positiv aus. Zahlreiche Erfolge sportlicher und moralischer Art konnten vermeldet werden und zeugen von der hohen sportlichen Aktivität im Verein. Insbesondere die Jugendarbeit nahm zuletzt wieder gewaltig Schwung auf.
Kassier Horst Seufert musste im Umbaujahr der digitalen Schießstände extrem viele Buchungen bewältigen. Aufgrund der Baumaßnahme ergaben sich Mehrausgaben im vergangenen Jahr. Das Kassenbuch ist für alle Mitglieder einsehbar. Aktuell stehen auch noch die Rückzahlungen der Mitgliederdarlehen aus. Hier wird insbesondere auf eine schnelle Prüfung durch die Regierung von Mittelfranken gehofft, welche wiederum die förderfähige Gesamtsumme feststellen wird.
Die Kassenprüfer Thomas Hertlein und Franz Reeg konnten der Versammlung eine wie gewohnt tadelos geführte Kasse vermelden. Bereits vor der regulären Prüfung fand eine projektbezogene Kassenprüfung der Buchungen für die Baumaßnahme statt. Thomas Hertlein empfahl daher der Versammlung eine Entlastung der Vorstandschaft, welche einstimmig dem Vorschlag folgte.

Eine besonders schöne Nachricht hatte Michael Strauß noch für alle an diesem Abend. Stand 11. Januar besteht der Schützenverein aus 115 Mitgliedern, so vielen wie noch nie. Allein im letzten Jahr konnten 11 Eintritte vermeldet werden. 10 Prozent Zuwachsquote ist für einen kleinen Verein, wie es der SV Virnsberg nun einmal ist, sei eine gigantische Summe.

Jahrzehnte für den SV Virnsberg


Unter dem Punkt Ehrungen erhielt Reinhold Schmidt die Auszeichnungen für seine Erfolge bei der Gaumeisterschaft 2018 und 2017.

Für 40 Jahre lange treue Mitgliedschaft erhielt Horst Seufert die Ehrennadel und Urkunde aus den Händen von Sabine Naus und Michael Strauß. In der Laudatio auf ihn wurde klar, dass Horst sein Leben seit Ende der 80er Jahre der Arbeit in der Vorstandschaft verschrieben hatte. Bereits zu Zeiten der damaligen Schloßwirtschaft war er schon aktiv beim Umbau der Schießstände dabei. Es folgten zahllose Jahre in verschiedenen Posten - 30 an der Zahl und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Zuletzt war er seit 1992 bis 2019 Kassier, verwaltete Buchungen in dieser Zeit im Millionenbereich. Er begleitete u.a. die Erweiterung und Modernisierung der Standanlage in der Schloßwirtschaft und die Großprojekte Schützenhausbau und -anbau. Auch bei den digitalen Schießständen war Horst mit Einsatz dabei. So ganz nebenbei konnte er in all den Jahren 382 Wettkämpfe (Stand Januar 2019) für die Virnsberger Schützen absolvieren.

Für stolze 50 Jahre "SV Virnsberg" konnte Ernst Leopold eine Ehrung entgegen nehmen. Ernst ist seit 1969 Mitglied im Verein und hat in dieser Zeit viele Jahre den Nachwuchs betreut. Unter seiner "Fuchtel" lernte unter anderem Michael Strauß selbst das Schießen. Auch sonst war Ernst der Inbegriff für ein konstruktives Miteinander der "hier und da auch einmal eine kritische Stimme zur rechten Zeit äußerte", das Ziel aber nie außer Acht ließ. Umso erfreulicher ist es, dass er nach einer kurzen Pause wieder aktiv in das Wettkampfgeschehen zurück kehrte und seither an freitäglichen Vereinsabenden die gesellige Runde im Schützenhaus bereichert.

Doch nicht nur langjährige Mitglieder erhielten an diesem Abend eine offizielle Auszeichnung. So durfte Jutta Strauß sich neben einem Blumenstrauß auch einen symbolischen Anstecker und einen Dankeskuss ihres Mannes abholen. Sie unterstützte ihn in 24 Jahren als 1. Vorstand durch und durch, auch wenn vor allem die zweite Amtszeit eine schwere Entscheidung war. Hinter jedem starken Vorstand stehe eine noch stärkere Frau.
Ebenso wurde Cornelia Seufert gedankt, die "ihren" Horst oftmals für die zeitintensive Arbeit für den Verein entbehren musste. Sabine Naus überreichte "Conny" einen Blumenstrauß und bat sie auch für die neue Vorstandschaft ihr Können bei Dekorationen zur Verfügung zu stellen. Ein klares "Ja" ihrerseits erntete lauten Applaus.

Emotionaler Abschied: "Das Wir muss bleiben!"


Vor der Wahl der neuen Vorstandschaft betonte Vorstand Michael Strauß unter Zustimmung seines langjährigen Mitstreiters Horst Seufert, dass der Wandel, den der SV Virnsberg innerhalb der letzten Jahrzehnten hingelegt hatte, enorm war. So stand der Verein zur Zeit der Schloßwirtschaft mehrmals vor dem Scheideweg. An eine Vision, wie sie aktuell gelebt werde, war nicht zu denken.
Strauß erinnerte vor allem an das Jahr 2010, in dem er gebeten wurde mangels Kandidaten die Führung des Vereins ein zweites Mal zu übernehmen. Schweren Herzens spannte er sich noch einmal vor den Karren, denn es musste mit so viel Potential ja weiter gehen. Er konnte aber zugleich feststellen, dass dies die schönsten Jahre als 1. Vorstand waren. Unzählige Highlights konnte Strauß aus dieser Zeit nennen, gestand aber auch mit erstickter Stimme ein, dass sehr schwer ertragbare und sehr traurige Ereigniise zu ertragen waren. Als die letzten Worte gesprochen waren, gab es seitens der Versammlung "standing ovation" für das Engagement.

Christoph Strauß und Stefan Guggenberger füllen Lücken in der Vorstandschaft


Der Wahlausschuss unter der Leitung von Nicole Guggenberger wickelte souverän die anstehenden Neuwahlen ab. Alle Posten im Ausschuss wurden durch geheime Wahl abgewickelt, was bei 13 Durchgängen zwar zeitaufwendig ist, aber für eine durchgehende Transparenz sorgte.
Alle Ausschussmitglieder wurden mit überwältigender Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt.

Die wesentlichste Veränderung ergab die Neubesetzung des Postens des 1. Vorstands und des Kassiers. Für Ersteren erhielt Christoph Strauß von der Versammlung bei einer Enthaltung einen klaren Auftrag und führt ab sofort die Geschäfte des Vereins. Ihm zur Seite steht das bewährte Vorstandschaftsduo aus den Vorjahren in Person von Sabine Naus (2. Vorstand) und Petra Guggenberger (1. Schriftführerin). Neu im Quartett ist Stefan Guggenberger. Ihm kommt die verantwortungsvolle Aufgabe des Kassiers zu. Neuer Sportleiter, der bereits aber Erfahrung in diesem Metier in einer führeren Besetzung sammeln konnte, ist Peter Reeg. Der bisherige Posten des 2. Schriftführers wurde in die unterstützende Rolle des 2. Kassiers umgewandelt. Mit dieser Aufgabe wurde Frank Schmalfeld beauftragt. Der Kontrollausschuss bleibt mit Thomas Hertlein und Franz Reeg in der Besetzung unverändert. Ordentliche Rotation gab es bei den Schießleitern. Mit der Neubesetzung Michael Strauß, Horst Seufert und Johannes Strauß konnten erfahrene und zugleich altgediente Mitglieder für die Sportausbildung gefunden werden. Irene Eisemann wird dem Verein als Damenleiterin weiterhin zur Verfügung stehen. Der neu geschaffene Posten des "Leiters Sommerbiathlon" wird von Robert Strauß ausgeübt.

Der einstündige Wahlmarathon wurde immer wieder von Applaus unterbrochen und zeigte die Freude der gesamten Versammlung, dass die Neuwahlen so problemlos über die Bühne ging.

Aufgaben warten auf die neue Vorstandschaft


Als der neue Vorstand Christoph Strauß die Leitung der Versammlung übernahm, tagte das Gremium schon mehr als dreieinhalb Stunden. Dennoch gab es noch eine Überraschung für Horst Seufert und Michael Strauß. Eine von Sebastian Hahn gefräste Ehrenscheibe mit der Inschrift "Liebe, Leidenschaft, Ehrenamt für den Schützenverein Virnsberg" wurde an die beiden überreicht. Die Scheibe zeigt die Silhouette von Virnsberg und listet die Vorstandsposten der beiden jeweils eingraviert auf.

Christoph Strauß gratulierte dem Verein zu dem ermöglichten Generationswechsel, der anderen Schützenvereinen noch bevor stünde und mit dem einige daran auch schwer zu kämpfen haben werden. Die Glückwünsche seien insbesondere denen gewidmet, die seit dem letzten echten Generationswechsel, dieser reiche bis zum Ende der 70er Jahre zurück, 40 Jahre lang die Geschicke so gesteuert haben. Eine so junge Vorstandschaft kenne er in keinem Schützenverein, was ein klares Statement ist. Es gelte jedoch die Angst vor der Arbeit in diesen Posten zu nehmen und dafür gelte es die Grundlagen zu schaffen. Deshalb stünden mehrere Projekte an, um dies zu schaffen. Besonders freute sich Strauß, dass das Amt des Kassiers mit Stefan Guggenberger einen würdigen Nachfolger fand. Durch eine Softwarelösung und eine unterstützende Kraft soll hier eine deutliche Entlastung erfolgen. Wesentlich seien in nächster Zeit die Darlehensrückzahlungen und mehrere Kleinaufgaben. Sie werden mit einem gewissen Aufwand verbunden sein, weswegen er auf die Mithilfe der Mitglieder zähle.
Da kein Antrag aus der Versammlung vorgebracht wurde, ging die Versammlung nach beinahe vier Stunden aber mit vielen glücklichen Gesichtern zu Ende.

 
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