Bayerische Meisterschaft Sommerbiathlon 2014
Zwei Silbermedaillen für den SV Virnsberg: Dominik Mages wird zweifacher Bayerischer Vizemeister in Ruhpolding
Webmaster, 11.12.2013, 02:10 Uhr | Update: 05.11.2014, 01:45 Uhr

Eine der modernsten, schönsten und zugleich bekanntesten Biathlonanlagen der Welt wartete 2014 auf die bayerischen Sommerbiathleten bei deren Landesmeisterschaft. Die Ruhpoldinger Chiemgau-Arena ist vor allem im Winter der Inbegriff für spannende Wettkämpfe, Biathlonflair vor einer Großkulisse und ist automatisch mit den großen Namen der Lieblinswintersportart Nummer eins verknüpft. Kein Wunder, dass auch die Virnsberger Sommerbiathleten lange vor den Wettkämpfen auf das Wochenende vom 16. bis 18. Mai hinfieberten. Einzig die Wetterprognose machte einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, anstatt bayerischem weiß-blauem Traumwetter erwartete die Athleten ein nasskaltes Chiemgau, das bei Temperaturen um die 7 °C und Dauerregen den Wortteil "Sommer" in Sommerbiathlon doch stark strapazierte.
Mit sechs Athleten stellte der SV Virnsberg den bis dato größten Kader seiner doch noch jungen, aktiven Sommerbiathlonzeit. Das zeitgleich stattfindende bayerische Abitur verhinderte jedoch zum Beispiel für Marina Strauß einen Start. Auch die angereisten Virnsberger Fans waren so zahlreich wie noch nie vertreten.

Der SV Virnsberg in Ruhpolding

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Den ausführlichen Bericht zum Ausflug des SV Virnsberg zur Bayerischen Meisterschaft 2014 der Sommerbiathleten mit allen Bildern gibt es hier.


Unser Sommerbiathlon-Team 2014 (v.l.n.r.): Jonas Pauly, Nico Ehrmann, Thomas Ehrmann, Maja Ehrmann, Robert Strauß, Dominik Mages

Der Artikel zum erfolgreichen Abschneiden der Wörnitzer Jungs bei der "Bayerischen" ist hier nachlesbar.

Ergebnisse Sprint
Ergebnisse Staffel
Ergebnisse Massenstart

Chaos bei der Waffenkontrolle: Auswirkungen auf Anschießen und Sprintstart


Nach der Anreise am Freitag Morgen nutzte ein Teil der SVV-Biathleten das offizielle Training ab Freitag Nachmittag, um die Laufstrecke und den Schießstand kennen zu lernen. Das Wetter machte klar, dass es mit einem Panoramalauf am Folgetag nichts werden würde.
Die sich anschließende Trainerbesprechung im Pressezentrum der Chiemgau-Arena ergab keine nennenswerten Neuerungen im Ablauf der Meisterschaft, so dass nach einer gemütlichen Runde am Abend frühes zu Bettgehen den Sprint am nächsten Tag einläutete.
Die Waffenkontrolle, die um 8:00 Uhr angesetzt war, stellte sich schnell als Nadelöhr des Zeitplans heraus. Die über 200 Starter stauten sich bei der technischen Abnahme ihrer Sportgeräte, so dass das Zeitfenster zum Anschießen gehörig darunter leiden musste. Dies betraf auch das Virnsberger Team. Unter anderem konnten Robert Strauß und Dominik Mages keine Schüsse mehr zur Justierung abgeben. Erschwert wurde das Anschießen durch den Umstand, dass die elf mittelfränkischen Starter aus Wörnitz und Virnsberg sich einen Schießstand teilen mussten.
Auch wenn der BSSB und der SC Ruhpolding mit der Organisation von Großereignissen bestens vertraut sind, kamen die Offiziellen hier also richtig ins Schleudern und unterschätzten den Zeitaufwand für die Kontrolle.

Erster Start für Nico Ehrmann: Trotz Startrückstand im Feld etabliert


Durch die Hektik beim Anschießen und der Staffel-Meldungsfrist bis 9:30 Uhr enstand das größte Malheur aus Virnsberger Sicht des Wochenendes. Nico Ehrmann, der um 9:31:30 Uhr als Dritter das Starthäuschen zum Sprint der Jugend männlich verlassen sollte, kam mit über 30 Sekunden verspätet zum Start und hatte somit gleich einen gewaltigen Rückstand. Seiner läuferischen Klasse ist es zu verdanken, dass er zumindest schnell wieder zu seinen zeitgleich gestarteten Läufer aufschließen konnte.
Den Stress zu Beginn ließ er aber vor allem beim Schießen verschwinden. So sicher wie selten zuvor legte er eine Klappscheibe nach der anderen um und musste nur einmal nach dem Liegendschießen in die 70 Meter lange Strafrunde abbiegen.
Auch beim Stehendschießen war Nico die Ruhe selbst, bis auf die mittlere Scheibe fielen alle Scheiben und Nico konnte auf der Schlussrunde der drei Kilometer langen Strecke noch einmal auf sein Lauftalent bauen. Mit 14:57.4 Minuten durchschritt er die Ziellinie als Zehnter, ein Rückstand von 1:42.1 Minuten auf Rang 1. Beachtet man den Zeitverzug vom Start, reiht sich Nico unter den besten fünf ein. Beides ist für Nico so oder so ein starkes Ergebnis, fielen die ersten Schüsse mit dem Mehrlader doch erst vor zwei (!) Monaten.
"So gut habe ich noch nie geschossen.", so Nico sichtlich zufrieden und weiter: "Es hat total Spaß gemacht."

Schwächen im Liegendschießen werfen Jonas Pauly aus Spitzengruppe


Unser Karlsruher Lauftalent Jonas Pauly hat die meisten Biathlonwettkämpfe aller Virnsberger bislang absolviert. Läuferisch kann Jonas immer mithalten, Knackpunkt seiner Wettkämpfe ist und war schon immer das Schießen. Nach einem vielversprechenden Anschießen gingen im Liegendanschlag gleich vier Schüsse an den Scheiben vorbei, so dass er gleich viermal kreiseln musste, während die Konkurrenz mit einem oder keinem Fehler auf die Strecke zurück ging. Stück für Stück arbeitete sich der 17-Jährige aber wieder heran und spannte die Fans beim Stehendschießen auf die Folter.
Nach sauberem Einrichten begann er seine Serie im guten Rhythmus und ließ die SVV-Fans und Trainer jubeln. Fehlerfrei konnte er die abschließende Doppelrunde auf der vier Kilometer Distanz in Angriff nehmen. Das steile Omega nach den Strafrunden sprintete Jonas in jeder Runde hinauf und konnte noch den ein oder anderen Mitläufer überholen. Seine Zielzeit lag bei 18:47.4 Minuten (Rang 8), ein Rückstand auf den Gewinner Korbinian Sautter (SG Falkenhorst Forstenried) von 2:02.9 Minuten.

Eine Bank am Schießstand: Robert Strauß treffsicher wie nie


Als Biathlet der ersten Stunde intensivierte Robert Strauß zuletzt das Training am Schießstand. Ergebnisse abseits der Null waren selten, weswegen sich sein Rennen vor allem auf der Strecke entscheiden würde. Der Sprintstart in der Alterklasse war für ihn um 10:12:00 Uhr angesetzt.
Ihm beim Schießen zuzuschauen war vor allem für die Virnsberger Fans ein Genuss. Im 1er-Rhythmus fielen die Scheiben wie im Training und so konnte Robert die Strafrunde links liegen lassen und die nächste Kilometerrunde absolvieren. Auch beim Einlauf in den Schießstandbereich zum Stehendschießen strotzte er vor Sicherheit. Ein Diabolo nach dem anderen wurde von ihm durch repetiert und fand das Ziel auf der Klappscheibe.
Die Sprintdistanz von vier Kilometern schloss, wie auch in der Junioren- und Herrenklasse mit einer Doppelrunde á 1000 Metern. Als 12. beendete Robert den Sprint in einer Gesamtzeit von 21:53.7 Minuten (+5:06.3).

Doppelstart: Thomas Ehrmann feiert Debüt und Dominik Mages seinen Bayerischen Vizemeistertitel


Zeitgleich um 10:14:00 Uhr standen zwei Virnsberger im Starthaus zum Sprintstart der Herrenklasse 2. Thomas Ehrmann und Dominik Mages nahmen parallel die 4000 Meter Distanz in Angriff.

Seit Februar trainiert Thomas Ehrmann für den SV Virnsberg am Mehrlader und entpuppt sich in der geringen Zeit bis Ruhpolding als echtes Talent. Dies stellte er auch bei seinem ersten Wettkampfschießen unter Beweis. Vier von fünf schwarze Punkte verschwanden, nachdem sich Thomas liegend in den Anschlag gebracht hatte. Als langjähriger Läufer kämpfte er dennoch gegen ebenso laufstarke Konkurrenz, die sich ebenfalls am Schießstand selten eine Blöße gab. Knapp verfehlte Thomas beim Stehendschießen einen fehlerfreien Durchgang und packte sich noch einmal 70 Extrameter oben drauf. Seine Wertungszeit für Rang 10 lag bei 20:37.8 Minuten, auf Platz 1 fehlten ihm 4:58.9 Minuten.

Der "Star" im Virnsberger Sommerbiathlon-Team war Dominik Mages. Der Triathlet bringt mit einer enormen Laufstärke und der Präzision eines früheren RWS-Kadermitglieds die besten Voraussetzungen für den Sommerbiathlon mit. Als einziges Manko kann nur der Einzellader ausgemacht werden, mit dem Dominik pro Schuss bis zu 5 Sekunden mehr benötigt. Schnell kommt so im Sprint allein am Schießstand ein Nachteil von 50 Sekunden zustande.
Doch nach dem Start zusammen mit Thomas stand erst einmal das Laufen an. Hierbei konnte sich unser Ironman schnell in der Spitze etablieren und ließ sich von Albert Hinterstoisser (SV Harpfing) als Zugläufer durch die erste Runde ziehen.
Beide belegten gleichzeitig die Schießstände. Die schnelle und fehlerfreie Mehrladereinlage von Hinterstoisser brachte die gewünschten und auch benötigten Sekunden Vorsprung, während Domi beständig und ebenso fehlerfrei auch seine Serie abschloss. Auf der Runde blieb der Abstand aus dem Schießstand fast konstant, die ein oder andere Sekunde konnte Mages aber noch herausholen. Ein Vorentscheid um die ersten Plätze fiel dann im letzten Schießen im Stehendanschlag. Hinterstoisser legte als erster eine tadellose Einlage vor und war schon wieder auf der Strecke. Sein Vorsprung wurde durch den Einzellader von Domi wieder leicht größer, aber auch unser Läufer blieb am Schießstand konzentriert und abermals fehlerfrei. Hinterstoisser befand sich in einer ähnlichen Verfassung wie Dominik, weswegen ein Verkürzen des Rückstandes für Domi nur im Sekundenbereich erfolgte. Schließlich änderte sich im Ziel nichts mehr an der Reihenfolge, 36.4 Sekunden trennte die beiden herausragenden Läufer letztlich. Bei einer Zielzeit von 16:15.3 Minuten für Mages auf der 4 Kilometer langen Sprintstrecke lässt sich ungefähr die starke Laufleistung nachvollziehen, denn es gesellte sich immerhin eine zweifache Schießeinlage mit Einzellader hinzu.
Dennoch konnte sich Domi endlich über sein erstes Treppchen bei der "Boarischen" im Sommerbiathlon freuen. Für den SV Virnsberg ist es nach der Bronzemedaille von Felix Strauß das zweite Edelmetall bei der Landesmeisterschaft. Umso größer war die Freude darüber, dass der Titel auch noch im starken Feld der Herren 2 geholt wurde. Herzlichen Glückwunsch, Domi, der SV Virnsberg gratuliert Dir von Herzen!

Begeisterung pur: Maja Ehrmann genießt die Biathlonatmosphäre


Neu ist Maja Ehrman im Sommerbiathlongeschäft nicht, denn sie konnte bereits die Kombination von Laufen und Schießen beim 17. Virnsberger Sommerbiathlon ausprobieren. Damals hatte sie noch so ihre Probleme mit dem Schießen. Ab März 2014 nahm sie aber das Gewehr unter Trainingsaufsicht in die Hand und wandelte sich in kurzer Zeit zur sicheren Schützin.
Um 10:47:30 Uhr stieg sie als letzte Virnsbergerin in das Meisterschaftswochenende ein. Ihr Programm sah ein Laufen über eine 2.4 Kilometer lange Strecke vor, unterbrochen von der gewohnten Liegend-/Stehendeinlage. Ausgerechnet das Liegendschießen machte Maja nach dem sicheren Anschießen einen Strich durch die Rechnung. Übrigens war auch sie mit einem Einzellader unterwegs. Zwar fiel gleich die erste Scheibe um, leider war es die einzige, die das tat. Demotivierende vier Strafrunden zum Auftakt ließen Maja im Feld nach hinten fallen, obwohl sie läuferisch im Spitzenfeld locker mithalten konnte. Die Konkurrenz musste aber ebenfalls fast ausnahmslos kreiseln und somit hatte Maja noch eine Chance im Stehendschießen. Dort verbesserte sie sich, bekam aber noch einmal 140 Meter in der Strafrunde durch zwei Fehler aufgebrummt, insgesamt also 420 Meter Zusatzstrecke, was in Minuten ca. zwei Minuten ausmacht. Wie laufstark unser Küken im Team ist, zeigen die Zahlen im Ziel. Ihre Zeit von 16:37.6 Minuten reichten für Platz 7, auf Platz 1 fehlten ihr 2:47.8 Minuten, also ungefähr die Zusatzzeit aus der Kombination Strafrunde und Einzellader.
Wir gratulieren Dir deshalb für diese super körperliche aber auch mentale Leistung, dass Du trotz der Strafrunden weiterhin nicht das Tempo gedrosselt hast. Das Potential für einen Sprung aufs Treppchen hat Maja in jedem Fall bei ihrem ersten Sprint unter Beweis gestellt und Spaß an ihrer neuen Sportart hatte sie oben drauf.


Unser bayerischer Vizemeister im Sprint: Dominik Mages

Ergebnisse Sprint

Maja Ehrmann Schüler A weiblich 1 1 16:37.6 Minuten +2:47.8 7. Platz
Nico Ehrmann Jugend männlich 1 1 14:57.4 Minuten +1:42.1 10. Platz
Jonas Pauly Junioren 4 0 18:47.4 Minuten +2:02.9 8. Platz
Dominik Mages Herren 2 0 0 16:15.3 Minuten +36.4 2. Platz
Thomas Ehrmann Herren 2 1 1 20:37.8 Minuten +4:58.9 10. Platz
Robert Strauß Herren AK 0 0 21:53.7 Minuten +5:06.3 12. Platz

Ergebnisse Sprint

Siegerehrung Sprint

Zu viele Strafrunden in der Staffel kosten einen Rang


Erstmals seit 2011 tritt der SV Virnsberg wieder beim prestigeträchtigen Staffelwettbewerb in der Herrenklasse an. Das Trio Mages/Pauly/Strauß ging hierbei für den SVV ins Rennen. Nachdem sich die Siegerehrung aufgrund eines langwierigen Einspruchs im Sprintwettbewerb um über eineinhalb Stunden nach hinten verschob, starteten die Startläufer deutlich hinter dem Zeitplan. Diesmal war es aber, anders als am Morgen, möglich, sich durch ein Anschießen gut auf die doppelte Schießeinlage vorzubereiten. Die kurze Distanz von nur 2,4 Kilometern versprach ein schnelles Rennen. Pro Schießen stehen den Läufern drei Nachlader im Falle von noch stehenden Scheiben zur Verfügung. Alle Scheiben, die nach acht Schüssen immer noch stehen, wandeln sich dann direkt in Strafrunden um. Die Kombination aus Schnelligkeit und großer Treffsicherheit ist also besonders gefragt.
Zuerst ging Dominik Mages in die Runde. Sein Können im Laufschuh und am Gewehr hatte am Morgen schon für Bewunderung gesorgt. Der Nachteil eines Einzelladers machte sich beim Nachladen nicht bemerkbar. Beim ersten Schießen benötigte er keinen Nachlader und jagte die nächste 600 Meter Runde ab. Im Stehenschießen ging Domi dann ein etwas höheres Risiko ein und musste auf die Nachlader zurück greifen. Zwei Nachlader für zwei stehen gebliebene Scheiben reichten ihm aus und es drohte keine Strafrunde mehr.
Die beiden Abschlussrunden über 1,2 Kilometer spulte er in einem wahnsinnigen Tempo ab, holte auf den führenden Johannes Brunner von den Altbachschützen Hausen den gesamten Rückstand auf und übergab in der Wechselzone zeitgleich als Mitführender an Jonas Pauly in einer Zeit von 10:57.1 Minuten.

Auch Jonas ist in der Lage, den Anschluss an die Herren zu halten und konnte den Schießstand zeitgleich mit dem Spitzenfeld erreichen. Problemlos fielen die Scheiben auch bei ihm und die Hoffnung auf einen Überraschungscoup keimte im Virnsberger Fantross auf. Doch diese Hoffnung wurde durch das Stehendschießen von Jonas stark gedämpft. Er ließ mit dem 5er Magazin zwei Scheiben stehen und auch der erste Nachlader ging daneben. Der nächste Schuss, der einzeln durch ein neues Magazin wieder in die Waffe eingeführt werden musste, traf eine der zwei Verbleibenden. Doch der letzte Nachlader traf nur den Rand auf der Scheibenanlage. Eine Strafrunde war die Konsequenz und Virnsberg verabschiedete sich vorerst aus der Spitzengruppe. Doch Jonas versuchte durch eine starke Doppelrunde den Rückstand für den Schlussläufer Robert Strauß zu schmälern, was ihm auch sichtlich gelang. Mit seinem Schlussspurt legte er seine Übergabezeit auf 13:06.2 Minuten fest. Zur Freude aller leuchtete auf der Stadionanzeige die SVV-Staffel auf Rang 5 nach der Übergabe auf.
Die Souveränität von Robert Strauß am Schießstand versprach eine Fortsetzung der bislang überschaubaren Anzahl an Fehlschüssen. Robert präsentierte seinen Teamkameraden und Fans eine lupenreine Null und hielt beim nächsten Zwischenstand den guten 5. Platz. Ein fehlerfreier Durchgang im letzten Schießen hätte die Chance auf eine Topplatzierung noch gewahrt, irgendwie schlich sich jedoch die Unsicherheit beim Virnsberger Schlussläufer ein. Das erste Magazin räumte nur zwei Scheiben ab. Die Prämisse mit drei Nachladern alle verbleibenden Scheiben abzuräumen, ging nicht auf, gleich der erste Nachlader verfehlte den Spiegel. Mit einer sicheren Strafrunde im Kopf fehlte die nötige Konzentration bei Nachlader Nummer zwei und brachte Robert die sichere zweite Extrarunde ein. Beim achten Schuss des Durchgangs traf Robert aber zur Erleichterung aller und machte sich sichtlich angefressen auf in die Doppelrunde, der zuerst der bittere Gang in die Strafrunde voraus ging. Jetzt büste Robert auf die Konkurrenz Zeit und auch Vorsprung ein und wurde vom 5. Platz verdrängt. Als das Ziel nur noch eine Runde entfernt war, überholte Karl Limmer von der Oberpfalz-Staffel Robert und verwies das Virnsberger Trio auf Rang 7 in einer Gesamtzeit von 40:22.1 Minuten. Die Laufzeit von Robert betrug 16:18.8 Minuten. Sieger wurde die Staffel der Altbachschützen Hausen in einer Gesamtzeit von 33:19.2 Minuten.
Virnsberg hatte zusammen mit der Staffel des Bezirks Oberbayern mit vier Strafrunden die meisten Strafrunden zu absolvieren. Gleich sieben von zehn Staffeln blieben fehlerfrei.
Dennoch kann sich das Ergebnis mehr als sehen lassen und ließ sowohl Fans als auch Sportler mit dem erfolgreichen Tag abschließen.

Ergebnisse Staffel

SV Virnsberg Herren 40:22.1 Minuten +7:02.9 7. Platz
Domink Mages 0 0 10:57.1 Minuten
Jonas Pauly 0 1 13:06.2 Minuten
Robert Strauß 0 2 16:18.8 Minuten

Ergebnisse Staffel

Besseres Wetter zum Massenstart: Längere Strecke, mehr Schießeinlagen


Die Wetterfrösche prognostizierten für den Sonntag eine Aufklarung der Regenfront und einen ersten Vorboten auf das angekündigte Hoch mit sommerlichen Temperaturen. Davon war aber beim Anschießen in der Früh noch nichts zu spüren, die Temperaturen lagen weiterhin unterhalb der 10°C Grenze. Doch püntlich zum Start der Schüler stoppte der Regen.
Vom SV Virnsberg waren in diesem Wettbewerb noch fünf Athleten am Start, Robert Strauß absolvierte mit der Staffel seinen letzten Wettkampf des Wochenendes.

Erstes Liegendschießen vermasselt das Ergebnis von Maja Ehrmann


Nach dem Sprintwettkampf brannte Maja auf ihren zweiten Auftritt in der Chiemgau-Arena. Diesmal ging es um 9:50:00 Uhr im Pulk der Schülerklasse weiblich über 3,2 Kilometer auf den Rundkurs. Unterbrochen wurde das Laufen durch ein zweimaliges Liegendschießen und abschließend einer 5er Serie stehend, ehe eine Doppelrunde zum Ziel führte.
Bereits auf den ersten Metern biss sich Maja in der Führungsgruppe fest und behielt die Position bis zum Schießstand. Dort wandte sich der Wettkampf dann zum Schlechteren, kein einziges Diabolo fand den Weg ins Ziel. Die volle Packung an Strafrunden zerrte stark an der Motivation, doch Maja ist Sportlerin durch und durch und zeigte dann gleich im Anschluss, dass sie das Schießen auch kann. Zwar blieb wieder eine Scheibe stehen, doch lief es sich somit wieder leichter. Auf der Strecke ließ Maja nie locker und kämpfte sich auch wieder an die Läuferinnen vor ihr heran. Dass es dann nicht mehr ganz mit der erhofften Aufholjagds klappte, daran waren auch die zwei Fehler im Stehendschießen schuld, die Maja abermals in die Strafrunde zwangen. Doch trotz der fielen Strafrunden drosselte sie ihr Tempo nicht und überquerte mit über einem halben Kilometer mehr in den Knochen nach 21:48.4 Minuten den Zielstrich. Sie erreichte einen 7. Platz und nach kurzer Verschnaufpause kehrte auch das Lachen wieder in ihr Gesicht zurück.

Mit den meisten Fehlern im Feld dennoch eine gute Platzierung


Das körperlich inhomogene Starterfeld der Jugendklasse im Massenstart stellte Nico Ehrmann harte Konkurrenz entgegen. Zumindest klarte der Himmel langsam auf und es war alles für die 4 Kilometer Distanz bereitet. Gleich viermal musste Nico zum Schießen, zweimal liegend, zweimal stehend. Seine Laufstärke bekamen die Mitläufer gleich in der ersten Runde zu spüren, in der Nico stets vorne vertreten war und erst durch zwei Fehler im Auftaktschießen und die anschließenden Strafrunden ausgebremst wurde. Durch ein besseres Ergebnis im zweiten Showdown, es blieb hierbei nur eine Scheibe stehen, kämpfte sich Nico wieder einige Plätze nach vorne. Im mittleren Top-Ten-Feld wäre Nico wahrscheinlich bis zum Schluss geblieben, hätte nicht das erste Stehendschießen ganze vier Strafrunde als Konsequenz gehabt. Auch das letzte Stehendschießen half Nico nicht mehr, die Konkurrenz zu überholen, denn es schlichen sich wieder zwei Fehler ins Programm. Dennoch gab Nico auf der Strecke Vollgas und mit der höchsten Anzahl an Strafrunden kam er noch auf Rang 10 bei einer Gesamtzeit von 23:47.8 Minuten.
Sieger Philipp Vogel (SG Falkenhorst Forstenried) leistete sich nur drei Extrarunden, also 420 Meter, weniger und hatte 3:16.1 Minuten Vorsprung auf Nico. Seine Nachbarn auf Rang 9 und 11 sind am Schießstand mit vier beziehungsweise nur einem Fehler ausgekommen, lagen aber nur 15 Sekunden vor beziehungsweise auch neun Sekunden hinter Nico.
Klappt das Schießen in Zukunft wie das Laufen, ist Nico ein heißer Kandidat für das Treppchen.

Eine Schießeinlage verhakelt bessere Platzierung für Jonas


Scheinbar sah sich Jonas den Wettkampf seines Mannschaftskameraden Nico genau an, denn er tat es ihm, zumindest was das Schießen anbelangt, gleich. So viel vorne weg, auch Jonas leistete sich im Starterfeld der Juniorenklasse die meisten Fehler und bekam zu der sechs Kilometer langen Strecke noch einmal 560 Extrameter oben drauf. Zuerst einmal nahm Jonas das schnelle Tempo der ersten Läufer an und ging mit der führenden Gruppe in den Schießstand. Nach einer Strafrunde nahm er die Verfolgung auf die vorderen Plätze erneut in Angriff. Komischerweise war Jonas zuletzt vor allem im Liegendschießen sehr sicher, musste aber just in dieser Anschlagsart im Folgeschießen ganze drei Fehlschüsse einstecken und somit auch die Spitzengruppe endgültig ziehen lassen. Diese blieb in der Summe der ersten beiden Schießen im Bereich von maximal zwei Fehlern.
Nach einem Kilometer auf der nun leicht bewölkten Weltcupstrecke schloss sich das erste Stehendschießen an. Leider fielen auch hier zwei Scheiben nicht, der Gang in die Strafrunde vor dem Omega war die Konsequenz. Fast hätte Jonas dann doch endlich den ersehnten "Nuller" im letzten Schießen erzielt, doch der letzte Schuss, wie hätte es anders sein sollen, klatschte neben die Scheibe. Die direkte Konkurrenz Martin Kolb vom SV Heimenkirch schob sich nun aufgrund seiner fehlerfreien Schießeinlage an Jonas vorbei. Doch auf der Doppelrunde mit zwei Kilometern Länge sprach vor allem die Laufstärke für Jonas, der die letzten Reserven mobilisierte und sich noch von Rang 11 auf 8 vorkämpfte. Mehr war mit der Anzahl der Fehlschüssen an diesem Nachmittag nicht drin, auch wenn die Zeit von 30:42.1 Minuten durchaus gut ist. Um unter die ersten drei zu kommen, hätten insgesamt nur drei Schießfehler auf seinem Konto stehen bleiben dürfen.

Starke Laufleistung sichert Thomas Rang 7


Obwohl die Konkurrenz im Liegendschießen oftmals mit keinem Fehler zurück auf die Laufstrecke konnte, ließ sich Thomas während des Massenstarts nicht aus der Ruhe bringen. Doch zu erst einmal galt es, sich die Kräfte auf den sechs Kilometern einzuteilen, denn plötzlich stieg das Thermometer auf über 20 °C an und die Sonne sorgte für frühsommerliche Temperaturen auf dem Asphalt. Nach der ersten Passage des Schießstands schoss Thomas an der vorletzten Scheibe vorbei. Richtig gut war auch der Schießrhythmus beim zweiten Mal. Die ersten drei Scheiben wandelten sich von weiß in schwarz, doch diesmal blieben gleich die letzten beiden Scheiben stehen. Den Ärger über diese Fehler sah man Thomas noch beim Verlassen des Standes an.
Nun drehte er die Fehleranzahl um, ging zuerst mit zwei Fehlern in die Strafrunde nach dem Stehendschießen, danach gleich noch einmal. Beim letzten Schießen war gleich der erste Schuss für die Strafrunde verantwortlich. Die Doppelrunde zum Abschluss ging nicht spurlos an Thomas vorbei. Richtig verbissen stemmte er sich gegen die Konkurrenz und versuchte den 7. Platz zu halten, was ihm auch Dank eines letzten Kraftaktes gelang, Sebastian Falkenberg (SG Schützenlisl II Englschalking) war nur 14 Sekunden entfernt. Die Prämiere mit 34:20.8 Minuten kann sich sehen lassen. Die starke Konkurrenz kam nicht zuletzt auch durch einen Läufer aus dem eigenen Team zustande.

Einzellader durchkreuzt Gold: Dominik Mages mit der zweiten Silbermedaille


Schnell war das Spitzenduo im Massenstart der Herren 2 ausgemacht. Der Sprintwettkampf setzte sich unmittelbar auf der sechs Kilometerdistanz zwischen Albert Hinterstoisser (SV Harpfing) und dem Virnsberger Dominik Mages fort. Gleichauf bogen beide nach einer schnellen Auftaktrunde in den Schießbereich der Chiemgau-Arena. Das alte Spiel Mehr- gegen Einzellader setzte sich fort, doch nicht nur hier hatte Domi einen Nachteil, der dritte Schuss ging daneben. Domis Plan, den Zeitnachteil durch schnelleres Schießen auszugleichen ging vorerst nicht auf. In der Folgerunde zeigte sich das selbe Spiel, der Abstand zwischen beiden wurde wieder kleiner, Hinterstoisser verließ mit einer Null den Schießstand und Domi setzte den Auftaktschuss daneben. Wieder vergrößerte sich der Abstand der beiden Führenden zum Nachteil des Virnsbergers.
Im Stehendschießen musste dann aber auch der Führende Federn lassen und gleich zwei Fehlschüsse hinnehmen. Fast hätte Domi den Anschluss geschafft, doch beim letzten Schuss blieb die schwarze Scheibe stehen. Das letzte Schießen musste also über Gold und Silber entscheiden, die Konkurrenz war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu sehen. Auch Matthias Raab (SG Hubertus im TSV Grombühl) konnte bei der Verfolgungsjagd nicht mehr mithalten und musste abreißen lassen. Der Vorsprung von Hinterstoisser betrug ungefähr 1:30 Minuten auf Dominik und eine weitere Strafrunde gab Mages noch einmal die kleine Chance, an den stark Laufenden heran zukommen. Voraussetzung war aber ein tadelloses Schießen des Virnsberger, das er dann auch tatsächlich meisterte. Nun hetzten beide über die Doppelrunde, überrundeten die Konkurrenz und liefen an diesem Frühnachmittag eindeutig in einer eigenen Klasse. In der letzten Runde betrug der Vorsprung noch 50 Sekunden und diese reichten Albert Hinterstoisserl zum zweiten Gold und zum zweiten Triumph über Dominik Mages. Die Zielzeit betrug 26:01.6 Minuten, der Virnsberger kam nach 26:40.8 Minuten, also 39.2 Sekunden später im Ziel an und hatte sogar noch Luft für einen Flieger auf der Zielgerade als Jubel übrig.
Aus unterfränkischer Sicht ging der 3. Platz erfreulicherweise an Matthias Raab, der 2:55.8 Minuten hinter dem Sieger ins Ziel kam.

Ergebnisse Massenstart

Maja Ehrmann Schüler A weiblich 5 1 2 0 21:48.4 Minuten +4:15.6 7. Platz
Nico Ehrmann Jugend männlich 2 1 4 2 23:47.8 Minuten +3:16.1 10. Platz
Jonas Pauly Junioren 1 3 2 1 30:42.1 Minuten +3:43.2 8. Platz
Dominik Mages Herren 2 1 1 1 0 26:40.8 Minuten +39.2 2. Platz
Thomas Ehrmann Herren 2 1 2 2 1 34:20.8 Minuten +8:19.2 7. Platz

Der zweifache Vizemeistertitel durch Dominik Mages war das sportliche Highlight aus Virnsberger Sicht, wobei nicht nur die Erfolge zu feiern sind, sondern das insgesamt gute Abschneiden der Neubiathleten und alten Hasen. Diese Leistungen lassen für zukünftige Meisterschaften hoffen, wohlmöglich gleich bei der Deutschen Meisterschaft in Clausthal-Zellerfeld oder Frankenhain. Für den Mittelfränkischen Schützenbund (MSB) waren es die erfolgreichsten Meisterschaften im Sommerbiathlon in der noch jungen Biathlonhistorie, in der Sommerbiathlon in Mittelfranken betrieben wird.

Ergebnisse Massenstart

Siegerehrung Staffel & Massenstart

 
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Isi
21.05.14 um 21:11 Uhr
Glückwunsch, Domi!
Wuhuuuu
19.05.14 um 10:45 Uhr
Wuhuuuuuuuuuu!! Glückwunsch an den Domi zu zwei bayr. Vizemeistertiteln!
Und wer hätte bitte gedacht, dass unsere Burgbernheimer nach dem Wurf ins kalte Wasser so gut abschneiden?? Sehr geil! Und natürlich auch ein Kompliment an unsere Meisterschaftsveteranen aus Kemmathen und Karlsruhe.
Ihr seid ein Top-Team!
Christoph
14.05.14 um 13:36 Uhr
Bitten den Zeitungsartikel in der FLZ beachten :)
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